
Öffentlicher Dienst
Im öffentlichen Dienst gelten andere Regeln.
Wer sind Sie
Ihre Laufbahn entscheidet, was in Frage kommt.
Öffentlicher Dienst
Was davon zu Ihnen passt, zeigt die Wahl oben: Laufbahn wählen
Ihre Laufbahn
Beamte und Beamtenanwärter
Zuerst klären
- Welcher Dienstherr, und welcher Bemessungssatz der Beihilfe gilt für Sie und Ihre Angehörigen?
- Wie sind Sie heute krankenversichert, und passt der Tarif zu diesem Bemessungssatz?
- Stehen Sie noch im Anwärterverhältnis, und wann ist die Verbeamtung vorgesehen?
Ihre Laufbahn
Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst
Zuerst klären
- Läuft eine Zusatzversorgung über den Arbeitgeber, und was ist darin für das Alter vorgesehen?
- Wie lange zahlt der Arbeitgeber im Krankheitsfall weiter, und was kommt danach?
- Was ist vorgesehen, wenn der Beruf dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann?
Ihre Laufbahn
Lehrerinnen und Lehrer
Zuerst klären
- In welchem Status sind Sie: Vorbereitungsdienst, Verbeamtung auf Probe oder auf Lebenszeit?
- Welcher Dienstherr, und welcher Bemessungssatz der Beihilfe gilt für Sie?
- Wie viele Angehörige sind zu berücksichtigen, und wie sind sie versichert?
Ihre Laufbahn
Soldatinnen und Soldaten
Zuerst klären
- Zeit oder Berufssoldat, und wie lange läuft die Verpflichtung?
- Wie soll die Krankenversicherung für die Zeit nach dem Dienst aussehen?
- Was ist für den Übergang ins zivile Berufsleben geplant, und welche Ansprüche aus der Berufsförderung bestehen?
Ihre Laufbahn
Polizei, Justizvollzug, Zoll und Feuerwehr
Zuerst klären
- Gilt für Sie Heilfürsorge oder Beihilfe? Das hängt am Dienstherrn und an der Laufbahn.
- Richtet sich Ihre Beihilfe nach dem Recht des Bundes oder nach dem eines Landes?
- Was ist für die Krankenversicherung nach dem Ende des aktiven Dienstes vorgesehen?
Wörter, die hier anders heißen
Zum Nachschlagen
Wischen
Vollversicherung
Beihilfe und Restkostentarif
Der Dienstherr übernimmt einen Teil der beihilfefähigen Aufwendungen. Versichert wird, was danach bleibt.
Berufsunfähigkeit
Dienstunfähigkeit
Über die Dienstunfähigkeit entscheidet der Dienstherr durch Verfügung, nicht allein der behandelnde Arzt.
Gesetzliche Rente
Ruhegehalt
Es wächst mit den Dienstjahren bis zu einem gesetzlichen Höchstsatz (§ 14 BeamtVG).
Privathaftpflicht
Diensthaftpflicht
Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit kann der Dienstherr einen Schaden aus dem Dienst zurückfordern (§ 75 BBG).
Krankenversicherung
Heilfürsorge und Anwartschaft
Wo Heilfürsorge gilt, trägt der Dienstherr die Behandlung. Eine Anwartschaft hält den Weg in einen eigenen Vertrag offen.
Begriffe nach Bundesrecht, Stand 22. September 2026. Im Beihilferecht der Länder weichen Bezeichnungen und Regeln davon ab. Keine Leistungszusage.
So nicht in der Privatwirtschaft
Dauerbrenner
Die Bilder dieses Kapitels sind mit KI erzeugte Symbolbilder. Die abgebildeten Personen sind nicht real.

Beihilfekonforme Krankenversicherung
Der Dienstherr übernimmt einen Teil der beihilfefähigen Aufwendungen, versichert wird, was danach bleibt.

Dienstunfähigkeitsversicherung
Über die Dienstunfähigkeit entscheidet der Dienstherr durch Verfügung, nicht allein der behandelnde Arzt.

Diensthaftpflichtversicherung
Schadenersatzforderungen von außen und Rückgriffsansprüche des eigenen Dienstherrn sind zwei Richtungen derselben Frage.

Warum anders
Der Status entscheidet, nicht der Beruf.
Ernennung
Auf Widerruf
Die Beihilfe gilt ab dem ersten Tag im Beamtenverhältnis, für den Vorbereitungsdienst gibt es eigene Anwärtertarife. Wer hier abschließt, hat die Gesundheitsprüfung hinter sich, bevor Diagnosen dazukommen.
nach der Ausbildung
Auf Probe
Ein Ruhegehalt setzt in der Regel fünf Dienstjahre voraus. Beruht die Dienstunfähigkeit auf einer Dienstbeschädigung, entfällt diese Wartezeit und es wird in den Ruhestand versetzt statt entlassen; sonst folgt die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BeamtVG, § 49 BBG, § 8 SGB VI
Dann wichtig
nach der Probe
Auf Lebenszeit
Der Bemessungssatz der Beihilfe kann sich im Lauf der Laufbahn ändern, dann muss der Krankenversicherungstarif mitziehen.
§ 46 BBhV
mit dem Ruhestand
Ruhestand
Mit dem Ruhestand ändert sich der Bemessungssatz erneut. Wer bis dahin Heilfürsorge hatte, braucht jetzt zum ersten Mal einen eigenen Krankenversicherungsvertrag; eine Anwartschaft hält diesen Weg vorher offen.
Dann wichtig
Der Dienst und alles daneben
Warum hier
Sie müssen nichts erklären
Besoldungsgruppe, Bemessungssatz, Dienstherr: die Begriffe sind hier Alltag und keine Nachschlagearbeit.
Ein Gespräch statt zwei
Was für den Dienst gilt und was für den Haushalt daneben, steht in derselben Übersicht.
Vor Ort in Montabaur
Kreisverwaltung, Schulen und Dienststellen im Westerwald und in Koblenz: die Wege sind kurz.
Die Diensthaftpflichtversicherung kommt von der DBV Deutsche Beamtenversicherung, einer Zweigniederlassung der AXA Versicherung AG.
Zur DiensthaftpflichtWas meistens zuerst kommt
Fragen
Bin ich im Referendariat schon beihilfeberechtigt?
In aller Regel ja, sobald Sie Beamtin oder Beamter auf Widerruf sind. Dann brauchen Sie keine Vollversicherung, sondern einen Tarif für den Anteil, den die Beihilfe nicht trägt; dafür gibt es die Anwärtertarife. Welcher Bemessungssatz für Sie gilt, steht im Beihilferecht Ihres Dienstherrn.
Was unterscheidet Dienstunfähigkeit von Berufsunfähigkeit?
Berufsunfähig ist, wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens der Hälfte dauerhaft nicht mehr ausüben kann; das wird ärztlich festgestellt. Dienstunfähig ist, wen der Dienstherr durch Verfügung in den Ruhestand versetzt oder entlässt. Ob ein Vertrag an diese Verfügung anknüpft, steht in seiner Dienstunfähigkeitsklausel; ohne sie richtet sich die Leistung allein nach der Berufsunfähigkeit.
Ich habe Heilfürsorge. Wozu dann eine Krankenversicherung?
Für den Tag, an dem die Heilfürsorge endet: mit dem Ruhestand, dem Wechsel in eine andere Laufbahn oder dem Ausscheiden. Danach gilt Beihilfe, und Sie brauchen einen eigenen Vertrag für den Rest. Eine Anwartschaft hält diesen Weg offen, bevor die Frage praktisch wird; was sie im Einzelfall leistet, steht in ihren Bedingungen.
Kann ich als Angestellter im öffentlichen Dienst in die private Krankenversicherung?
Nur unter denselben Voraussetzungen wie in der Privatwirtschaft, also oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Beihilfe bekommen Angestellte in aller Regel nicht, es wäre also eine Vollversicherung ohne Beteiligung des Arbeitgebers an den Restkosten. Näher liegen darum meist Zusatzversicherungen und die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.
Was passiert mit meiner Absicherung, wenn ich den Dienstherrn wechsle?
Das kommt darauf an, welches Beihilferecht danach gilt. Für Beamtinnen und Beamte des Bundes, also auch für Zoll und Bundespolizei, gilt die Bundesbeihilfeverordnung (§ 80 BBG); für Landes- und Kommunalbeamte gilt das Recht des jeweiligen Landes. Bemessungssätze, Eigenbehalte und Wahlleistungen unterscheiden sich, und der Krankenversicherungstarif wird dann darauf umgestellt. Das ist kein neuer Vertrag, aber ein Termin.
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